Hintergrundbild

Abenteuer Prothetik - Candulor Prothetik Night

Sinsheim, 5. November 2010: Zum 6. Mal veranstaltete die Firma Candulor die
Nacht der Prothetik. Den Rahmen bildete das Auto- und Technikmuseum Sinsheim. Es konnte die perfekte Brücke zwischen dem Abenteuer Technik und Prothetik geschlagen werden.

Der Abend wurde spannend mit einem 3D-Film sowie der Begrüssung durch den Geschäftsführer der Candulor Dental GmbH, Herrn Michael Hammer, und der charmanten Moderatorin, Frau Constanze Eich, eröffnet.

zum Vergrössern klicken

Der erste Vortrag des Abends wurde von Herrn ZTM Jan Langner zum Thema „All on four – die 4 gewinnt“ gehalten. Er zeigt auf, dass es zu teuren Implantatarbeiten auch kostengünstige Alternativen gibt. Er präsentierte einen Patientenfall, der mit „All on four“, einer implantologischen Idee, welche mit 4 Implantaten pro Kiefer den zahnlosen Patienten versorgt. Wichtig war ihm dabei aus zahntechnischer Sicht die Möglichkeit einer lebendigen, altersgerechten Zahnaufstellung. In weiterer Folge entstand die Kombination aus einem Zirkongerüst in Verbindung mit Composite-Zähnen. Aus Rücksicht auf das Alter des Patienten und dem Hygienefaktor fertigte er das Zirkongerüst auf dem die gesamten Strukturen befestigt wurden. Diese Lösung ist in allen Belangen (Ästhetik, Funktion, Hygiene und Kosten) auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten.

zum Vergrössern klicken

ZTM Ernst Oidtmann beleuchtet die wirtschaftliche Seite der Prothetik. Sein Ansatz dazu ist ebenso ungewöhnlich wie einfach. Patienten beurteilen in erster Linie das Aussehen nach der eigenen Akzeptanz und dem für sie natürlichen Erscheinungsbild. Das die Zähne funktionieren, ist für sie selbstverständlich. Mehrleistungen, welche in der Zahnversorgung entstehen, lassen sich also über ästhetische, und für den Patienten wahrnehmbare, Eindrücke sehr viel leichter vermitteln. Herr Oidtmann legt grossen Wert darauf, dass das Wachsmodell bereits bei der Einprobe charakterisiert ist. So kann er schon in diesem frühen Stadium die ästhetischen Vorteile vermitteln. Der Patient kann so den Mehraufwand für die Charakterisierung des Prothesenkunststoffes nachvollziehen und ist bereit, dafür zu bezahlen. Der Patient entscheidet und kauft was er sieht.

zum Vergrössern klicken

OA. Dr. Felix Blankenstein berichtet auf ungemein humorvolle Art und Weise über den Sinn und Unsinn von Allergietests auf Dentalmaterialien. Denn es ist mittlerweise so, dass sich rund um die „Dental-Allergie“ ein kleiner diagnostischer und therapeutischer Markt gebildet hat. Und schliesslich gibt es für die hier in Rede stehenden Typ IV-Allergien bisher keinen Test mit 100%iger Spezifität und Sensitivität, womit der Spekulation Tür und Tor offen steht. Herr Blankenstein präsentiert eine Übersicht der momentan bekannten Testverfahren und verweist parallel auf die geltende Gesetzeslage. Sein Fazit: Zahnärzte und Zahntechniker sollten mit diesem emotional so belegten Thema Allergie klar und eindeutig umgehen und sich nicht scheuen, die Begrenztheit zahnärztlicher Therapie und zahntechnischer Möglichkeiten zuzugeben.

zum Vergrössern klicken

Prof.Dr. Peter Pospiech untersuchte die neuen Mottos am Dentalmarkt. „Zeit ist Geld“ oder „Teeth in an hour“ halten Einzug in die Zahnmedizin und Zahntechnik. Modernste Röntgen- und Computertechnik unterstützen die unglaublichen Möglichkeiten moderner prothetischer Versorgungen. Ganz deutlich kam in diesem Vortrag hervor, dass dies so einfach nicht möglich ist. Biologische Betrachtungen, wie die Unruhe im Knochen- und Weichteilgewebe nach dem Setzen von Implantaten, müssen berücksichtigt werden, die Einheilzeit lässt sich nicht verkürzen. Bei rascher Wiederbelastung ist es unbedingt nötig, den Patienten sehr gut zu informieren. Sofortversorgungen sind deshalb mit grossen Risiken verbunden. Im Vordergrund steht wohl doch noch der Patient.

zum Vergrössern klicken

Die Wettbewerbsfähigkeit durch den Einsatz mit neuen Technologien, scheint ausser Zweifel zu stehen. Dass die technisch perfekte Lösung nicht unbedingt die ideale Lösung für den Patienten sein muss, wird im Vortrag von Herrn ZTM Damiano Frigerio ganz klar. Digitalisierung, Automatisierung und CAD/CAM-Prozessintegration gehören in den Alltag des Zahntechnik-Berufes und unterstützen die Sicherung des Berufsstandes. Erfolgreich können diese Verfahrenstechniken jedoch nur sein, wenn diese als Hilfestellung gesehen werden. Das Handwerk des Zahntechnikers und die interdisziplinäre Koordination mit dem Zahnarzt sind nach wie vor Grundstein einer individuellen und patientengerechten Versorgung.

zum Vergrössern klicken

Dr.med. Marco Caimi schloss den Abend, indem er uns aufzeigte, dass nicht mehr die Zeit, sondern die Energie die Performance-Leitwährung des 21. Jahrhunderts ist. Er gab rege Denkanstösse, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem magischen Dreieck „Job-Partnerschaft-Ich“ zu finden. Die Anforderungen im Berufs- wie auch im Privatleben steigen ständig; dazu korrelieren die gesundheitlichen Beschwerden wie Burnout, Herzinfarkt, Schlaganfall etc. Die grosse Aufgabe eines jeden einzelnen ist es, sich zu trainieren. Gemeint ist nicht nur das körperliche Training zur Stärkung der Herz- und Skelettmuskulatur, sondern auch ein gezieltes Training seines Umgangs mit sich und seiner Umwelt. Einfach mal nicht Erreichbar zu sein, scheint heute beinahe unmöglich; jedoch könnte Ihnen dies Zeit ermöglichen, die Sie bisher vielleicht nicht hatten.

zum Vergrössern klicken

Bereits heute ist die nächste Candulor Prothetik Night für 2012 in der Planung. Es wird wieder ein fachlich interessanter, technisch spannender und mit Sicherheit auch ein unterhaltender Abend werden. Melden Sie Ihr Interesse bereits heute an!


Suche: